Third-Person Shooter

Hier lassen wir uns beim Schießen über die Schulter schauen

Spiele der Kategorie “Third-Person Shooter” haben naturgemäß relativ viel mit Spielen aus dem Bereich der “First-Person-Shooter” gemeinsam – bis auf die Art der Ansicht.
Im Gegensatz zum Ego-Shooter spielen wir “Third-Person Shooter” aus der Ansicht einer “dritten Person”. Das bedeutet, wie sehen unsere Spielfigur meistens leicht erhöht von hinten.
Die Kamera ist dabei nicht unbedingt starr, oft können wir diese selber steuern so dass wir auch z.B. hinter unsere Spielfigur blicken können, ohne dass diese sich tatsächlich dafür umdrehen muss.
Das Spielprinzip ähnelt natürlich dem der anderen Shooter – auch hier wird vergleichsweise viel Geschossen bzw. ist das gewaltsame besiegen von Gegnern zentraler Spielinhalt.
Die Ansicht aus der dritten Person hat im Vergleich zur Ego-Perspektive den großen Vorteil, dass es wesentlich leichter ist, den Überblick zu behalten, nähert sich ein Gegner z.B. von der Seite, so können wir dies viel leichter erkennen und entsprechend reagieren.
Auf der anderen Seite fehlt natürlich ein Stück der Immersion – Dadurch, dass wir das Geschehen auf dem Bildschirm ja praktisch von Außen betrachten, nehmen wir die dargestellten Situationen nicht so extrem wie in der Ego-Perspektive wahr.
Die Third-Person Shooter haben sich aus den Action-Adventures heraus entwickelt. Dieser Herkunft haben sie es im wesentlichen zu “verdanken”, dass wildes schießen nie ihr einziger Inhalt war. Von Anfang an boten diese Spiele etwas mehr als das, was man von Shootern gewohnt war.

 

Kleine Geschichtsstunde zu Third-Person Shootern

Die Third-Person Shooter haben sich grundsätzlich aus der Idee einiger Action-Adventures heraus entwickelt. Bereits 1996 konnte man in “Tomb Raider” seine Spielfigur aus der Außenansicht steuern und gleichzeitig auch kämpfen.
In den folgenden Jahren gab es allerdings aus technischer Sicht kaum Möglichkeiten, einen echten Shooter auf die Art umzusetzen.
Das änderte sich dann 2001 als GTA 3 (Abkürzung für “Grand Theft Auto”) auf den Markt kam.
Mit diesem Spiel wurden einige grundlegenden Eigenschaften dieses Genres definiert. Zum einen gab es eine offene Spielwelt, die im Laufe der Geschichte nach und nach freigeschaltet wurde.

GTA 5 wurde bislang über 75 Millionen Mal verkauft! Grand Theft Auto Fakten

Dann gab es sehr viele Fahrzeuge, die der Spieler benutzen konnte um jener Spielwelt von A nach B zu gelangen.
Aus dem “GTA Prinzip” wurde ein regelrechte Erfolgsstory, die noch einige Teile, wobei jeder größer und besser als der Vorherige war, hervorbrachte.
Ein weiterer bekannter Vertreter, allerdings mit einer anderen Art des Gameplays, kam 2006 unter dem Namen “Gears of War” in die Läden. Bei Gears of War handelt es sich um eine besondere Unterart, dem sogenannten “Deckungs-Shooter”. Das bedeutet, wir kommen mit unserer Spielfigur (oder in diesem Fall mit unserem Team) in einen Bereich des Levels, dabei lösen wir einen unsichtbaren “Trigger” (also einen Schalter) aus. Daraufhin strömen aus allen Richtungen Gegner in diesen Levelbereich die wir anschließend, unter Nutzung der vorhandenen Deckungsmöglichkeiten, bekämpfen müssen.
 Mit der Gears of War Serie sind Third-Person Shooter um einiges actionreicher geworden und auch die Inszenierung erinnert an vielen Stellen eher an einen waschechten Actionfilm als an ein Videospiel.
Screenshot zu “Giants – Citizen Kabuto” 1
In den letzten Jahren kamen dann im Prinzip nur Spiele aus eben diesen beiden unterschiedlichen Ansätzen auf den Markt: Entweder wie ein “GTA” – mit einer offenen Spielwelt oder eher wie ein “Gears of War” – wo der Spieler zwar durch sogenannte “Levelschläuche” geführt wird, dafür aber ein wahres Actionspektakel über zahlreiche, gescriptete Sequenzen erlebt.

 

Was müssen wir in einem Third-Person Shooter eigentlich machen?

Wir dürfen nicht vergessen, dass wir bei allen zusätzlichen Spielelementen, die sich eventuell in die Third-Person Shooter “eingeschlichen” haben immer noch über einen “Shooter” reden. Im Fall von einem “Gears of War” oder auch “Mass Effect” ist dies selbst heute noch relativ eindeutig und diese Spiele sind praktisch Vorzeigeobjekte dafür, wie ein solcher Shooter zu funktionieren hat.
So spielt sich das komplette Spiel praktisch wie ein interaktiver Actionfilm. Wir werden alleine oder mit einem Team in eine Situation “geworfen” und müssen uns dann durch kämpfen. Dabei werden wir permanent von den Gegnern unter Druck gesetzt und müssen uns entsprechend zur Wehr setzen.
Das Spiel führt uns relativ starr von einem Levelbereich in den nächsten und lässt an den “richtigen” Stellen Gegnerwellen auf uns los. Es kommt zwischendurch immer wieder zu gescripteten Sequenzen und besonders großen und/oder fiesen Gegnern, die uns das Leben schwer machen.
Die klassischen Third-Person Shooter halten so die Spannung permanent auf einem hohen Level, geben uns aber dennoch die Möglichkeiten uns zwischen den Kämpfen zu erholen.
Dadurch, dass viele Elemente dieser Spiele gescriptet oder erst an bestimmten Punkten getriggert werden, können wir uns zwischen diesen Ereignissen relativ ungestört bewegen, aufmunitionieren, orientieren usw. Erst wenn es in den nächsten Levelabschnitt geht, beginnt die Action von neuem.
Screenshot zu “Mass Effect” 2
 Besonders zusammen mit Freunden entwickeln diese Spiele einen unglaublichen “flow” der uns praktisch von Level zu Level “gleiten” lässt – Freunde guter Actionfilmen sollten durchaus einen Blick auf die Spiele dieser Kategorie riskieren.

 

Was erwartet uns bei einem Third-Person Shooter?

Auch Third-Person Shooter sind schlussendlich Shooter. Das bedeutet, wir benötigen für ein erfolgreiches Spiel die “Shooter-Typischen” Eigenschaften wie Koordinationsfähigkeit und Reaktion. Auch sollten man sich bei diesen Spielen auf eine verhältnismäßig hohe Gewaltdarstellung einstellen.
Die meisten Spiele dieser Kategorie sind “ab 18” Titel ohne Jugendfreigabe – und das vollkommen zu recht.
Viele dieser Spiele lassen sich auch im Multiplayer, sowohl gegeneinander als auch miteinander, spielen. Die Steuerung ist praktisch wie bei einem Action-Adventure. In der Regel steuern wir mit einem Analogstick unseren Spielcharakter, während wir mit dem zweiten Analogstick die Kamera, bzw das Fadenkreuz bewegen können.
Wir können also unabhängig von der Bewegungsrichtung des Spielcharakters zielen. Das macht die Kämpfe sehr dynamisch aber auf der anderen Seite ist die Bedienung auch nicht gerade einfach.
Screenshot zu “Gears of War 4” 3

 

Tipps für Videospiel-Anfänger

Die meisten Spiele dieser Art bieten unterschiedliche Schwierigkeitsgrade an. In den meisten Fällen ist der einfachste Schwierigkeitsgrad so ausgelegt, dass selbst Anfänger wenig Probleme haben sollten, die Gegner zu besiegen.
Man sollte sich am besten immer die Zeit nehmen, die Steuerung zu “lernen”. Der Richtige Umgang mit unserer Spielfigur ist praktisch der Weg zum Erfolg.
Einige Spiele bieten auch eine Art Tutorial an was man sich anschauen und spielen kann.
Der wichtigste Punkt in den meisten Third-Person-Shootern ist die richtige Deckung. Man sollte praktisch niemals im Kampf einfach irgendwo herumstehen. Egal was passiert, zuerst geht man in Deckung, danach kümmert man sich um den Rest!
Screenshot zu “Mass Effect – Andromeda” 4

 

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Quellenangaben

Beitragsbild: “Gears of War Annex Shot” von Gamerscore Blog. CC BY-SA2.0

[1] “Giants – Citizen Kabuto” von mihawk. CC By-Sa 3.0 ©2000 Virgin Interactive

[2] “Mass Effect” von Cubi. CC By-Sa 3.0 ©2007 Microsoft Game Studios

[3] “Gears of War 4” von Maverick. CC By-Sa 3.0 ©2016 Microsoft Game Studios

[4] “Mass Effect – Andromeda” von mastermo316. CC By-Sa 3.0 ©2017 Electronic Arts

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